Die Woche brachte den heftigsten Einbruch bei KI- und Halbleiterwerten seit 2020. Der Nasdaq rutschte in eine Korrektur, die 200-Tage-Strategie auf den Nasdaq 100 wechselt auf Verkaufen.
Markt-Update
Der Nasdaq Composite verlor auf Wochensicht 3,4 % auf 24.579,42 Punkte, der S&P 500 gab 2,7 % auf 7.376,86 Zähler ab, der Dow Jones 0,9 % auf 51.285,73 Punkte. Der DAX schloss die Woche nahezu unverändert bei 25.820,36 Punkten, nachdem er am Mittwoch noch ein neues Rekordhoch bei 26.692,90 Punkten markiert hatte. Am Freitag fiel er um 1,9 %.
Auslöser war das Ergebnis der US-Zwischenwahlen am Dienstag. Nach einer kräftigen Rally am Mittwoch – der Dow stieg um gut 1.500 Punkte – kippte die Stimmung am Donnerstag vollständig. Die Demokraten haben die Mehrheit im Kongress errungen, und Anleger befürchten nun, dass der Bau neuer KI-Rechenzentren gebremst werden könnte, auch in Bundesstaaten wie Texas, wo viele Projekte geplant sind. Das traf eine Branche, die ohnehin unter hohen Zinsen, enormen Investitionen und Zweifeln an deren Rentabilität leidet.
Das Ausmaß war beträchtlich: Am Donnerstag fiel der S&P 500 um 4,4 % und erlebte damit den schwächsten Tag seit April 2025, der Nasdaq Composite verlor 5,5 %. Der Nasdaq liegt damit fast 12 % unter seinem Rekord von Oktober und befindet sich offiziell in einer Korrektur. Der Halbleiterindex brach um gut 12 % ein, der stärkste Tagesverlust seit rund sechseinhalb Jahren. Nvidia verlor 9,3 % und rutschte damit seit Jahresbeginn ins Minus, AMD und Micron gaben jeweils über 17 % nach. An einem einzigen Tag wurden an der Nasdaq rund 2,5 Billionen Dollar Börsenwert vernichtet.
Die US-Tec-TopX kamen deutlich glimpflicher davon als der Nasdaq: Das Top3-Depot legte sogar leicht um 0,4 % zu, das Top10 verlor 2,4 %. Beide hatten die Chipwerte schon in den Vorwochen verkauft, das Top10 zuletzt AMD und Marvell am Montag, also vor dem Einbruch. Zudem lag jeweils rund ein Drittel des Depots in Cash.
Am Freitag stabilisierten sich die Märkte, die Chipwerte erholten sich teilweise. Ein starker US-Arbeitsmarktbericht stützte zusätzlich, ließ die Anleiherenditen aber wieder steigen.
Der DAX blieb vom Einbruch nicht verschont, auch wenn er im Wochenvergleich auf der Stelle trat. Dahinter verbirgt sich eine große Spreizung: Rheinmetall brach auf Wochensicht um fast 22 % ein, während Heidelberg Materials nach Quartalszahlen um über 15 % zulegte.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den DAX.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 wechselt auf „rot“. Anleger verkaufen den ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „rot“. Anleger sind nicht am Aktienmarkt investiert.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis steht auf „rot“. Anleger sind nicht investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
Viel Erfolg beim Investieren!












