Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie wechselt wieder auf „rot“, außerdem vermeldet die 200-Tage-Strategie auf den S&P-500 ein Verkaufsignal. Die Märkte sind weiterhin im Korrekturmodus.
Markt-Update
In der vergangenen Woche blieb die Nervosität hoch – die Börsen handeln weiterhin in erster Linie Geopolitik und Energiepreise. Der DAX schloss am Freitag bei rund 22.310 Punkten und lag damit auf Wochensicht leicht im Minus (ca. –0,3 %). In den USA fiel die Woche deutlich schwächer aus: S&P 500 und Dow gaben jeweils rund 2 % nach, die Nasdaq verlor etwa 3,2 % – es war die fünfte Verlustwoche in Folge.
Der Hintergrund ist bekannt, aber aktuell wieder dominierend: Der Iran-Krieg hält die Risikoprämie im Öl hoch (Brent am Freitag über 112 US-Dollar), was die Inflationssorgen zurück auf die Agenda bringt – und damit die Zinsfantasie bremst. Passend dazu stieg die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen in Richtung 4,43 %, und die Volatilität (VIX) sprang auf ein Niveau, das man zuletzt deutlich seltener gesehen hat.
Spannend war, dass selbst die „Sicherheitsseite“ nicht einfach nur nach oben läuft. Bei Gold gab es am Freitag zwar eine kräftige Gegenbewegung (Dip-Buying), am Tagesende lag der Schluss aber dennoch nur bei rund 4.405 US-Dollar je Feinunze; Silber schloss bei knapp 68,7 US-Dollar. Das unterstreicht das Muster dieser Phase: In geopolitischen Stressmärkten sind Gold und Silber zwar langfristig ein Profiteur der Unsicherheit, kurzfristig aber werden Positionen auch dort schnell gedreht – je nachdem, ob der Markt gerade „Sicherheit“ oder „Liquidität“ priorisiert.
Für die neue Woche bleibt deshalb das gleiche Drehbuch entscheidend: Kommt es zu Entspannungssignalen im Golf – etwa durch Verhandlungen oder eine Waffenruhe – kann die Risikoprämie im Öl rasch abbröckeln – bleibt sie hoch, wird es für Aktien schwer, nachhaltig Boden gutzumachen.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „rot“. Anleger sind in einen Staatsanleihen-ETF investiert.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 wechselt auf „rot“. Anleger kaufen einen Staatsanleihen-ETF.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „rot“. Anleger sind in einen Staatsanleihen-ETF investiert.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „rot“. Anleger halten Cash oder Staatsanleihen-ETFs.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger halten Cash oder Staatsanleihen-ETFs.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis wechselt auf „rot“. Anleger verkaufen den Bitoin-ETN.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „grün“ – Anleger halten einen DAX-ETF.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet steht auf „grün (mit max. einer Woche Verzögerung aktualisiert) – Anleger halten einen DAX-ETF.
Viel Erfolg beim Investieren!













Warum ist die 200-Tagestrategie des S&P500 noch auf grün. Er operiert mittlerweile deutlich unter seinem 200er Wert
In der hier verfolgten Version, die deutlich besser performt und weniger Fehlsignale generiert, ist die Strategie noch „grün“. Es gilt ein Schwellenwert von 2% um die 200-Tage-Linie: Erst darunter wird auf „rot“ gewechselt.
Ok, das wundert mich, weil in meiner Ansicht ist der Index sowohl in der Tages-, als auch auf Wochensicht >4% unter der 200er, bzw. 40er Linie
Vielen herzlichen Dank für Ihren Hinweis! Tatsächlich habe ich es eben überprüft und festgestellt, dass meine Software nicht alle Märkte korrekt aktualisiert hatte. Daher war der S&P 500 noch auf dem Stand von vor einer Woche hängen geblieben. Ich aktualisiere den Artikel umgehend und versende das Update neu.