Die 200-Tage-Strategie auf den DAX meldet ein Verkaufsignal. Damit ist der Aufwärtstrend bei deutschen Blue-Chips vorerst beendet. Die Korrektur an den Märkten betrifft auch die professionellen Strategien; aktuell gibt es dementsprechend Umschichtungen etwa bei den Germany-TopX, damit auch weiterhin die trendstärksten Aktien im Depot sind und die Verlierer aussortiert werden.
Bitcoin dagegen zeigt zaghafte Versuche einer Erholung. Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie detektiert diese und vermeldet ein Kaufsignal.
Markt-Update
In der vergangenen Woche hat sich die Stimmung an den Börsen spürbar eingetrübt – der Auslöser war vor allem Geopolitik. Der DAX rutschte im Wochenvergleich um rund 6,7 % ab und schloss am Freitag bei 23.591 Punkten. In den USA ging es ebenfalls abwärts: Der Dow verlor rund 3,0 %, der S&P 500 rund 2,0 % und die Nasdaq rund 1,2 % – die größte Wochenbelastung seit Monaten.
Der Markt handelt aktuell weniger „Quartalszahlen“ als vielmehr ein Szenario: Wie stark trifft der Iran-Krieg die Energieversorgung – und wie lange bleibt die Straße von Hormus faktisch gestört? Genau daraus entstehen die Risikoprämien die an einigen Stellen auf die Kurse aufgeschlagen werden: Steigende Ölpreise bedeuten höhere Inflationsgefahr. Die wiederum macht es der Fed schwerer, die Zinsen zügig zu senken. Öl wird kurzfristig zum Barometer dafür, ob Risiko-Assets Luft bekommen oder ob es weiter ruckelt – die 100-Dollar-Marke beim Öl wäre psychologisch heikel.
Gold bleibt zwar hoch, aber die Bewegung ist nicht mehr „einfach nur nach oben“. Am Freitag lag Gold bei rund 5.086 US-Dollar je Feinunze, Silber bei rund 82,8 US-Dollar. Gleichzeitig blieb Silber stark schwankungsanfällig, was zeigt: In so einer Phase sind Edelmetalle nicht nur „sicherer Hafen“, sondern auch ein Markt, in dem viel Spekulation steckt – und in dem es jederzeit zu Positionsabbau kommen kann, um Liquidität in anderen fallenden Assets freizusetzen.
Für die kommende Woche ist deshalb entscheidend, ob sich die Lage im Golf entspannt – oder ob die Störungen anhalten. Meinungsbeiträge und Analysen gehen hier auseinander: Manche rechnen bei anhaltenden Ausfällen schnell mit Öl über 100 Dollar, andere halten die Volkswirtschaften für widerstandsfähiger, solange der Preisschub kurz bleibt. Für Anleger heißt das: Geopolitik ist wieder ein echter Markttreiber – und Öl der wesentliche Faktor, der Zinsen, Inflation und damit Aktien und Edelmetalle beeinflusst.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX wechselt auf „rot“. Der DAX-ETF wird verkauft, stattdessen ein Staatsanleihen-ETF gekauft..
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „rot“. Anleger halten Cash oder Staatsanleihen-ETFs.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger halten Cash oder Staatsanleihen-ETFs.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis wechselt auf „grün“. Anleger kaufen Bitoin-ETNs.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „grün“ – Anleger halten einen DAX-ETF.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet steht auf „grün (mit max. einer Woche Verzögerung aktualisiert) – Anleger halten einen DAX-ETF.
Viel Erfolg beim Investieren!












