Diese Woche hat sich das Bild gegenüber der Vorwoche wieder gedreht: Der DAX, der noch am Montag ein Rekordhoch markierte, beendete die Woche mit deutlichen Verlusten – belastet vom wieder aufgeflammten Iran-Konflikt. An der Wall Street dagegen fasste ausgerechnet der zuvor gebeutelte Technologiesektor wieder Tritt.
Markt-Update
Der S&P 500 stieg auf Wochensicht um rund 1 % und schloss am Freitag bei 7.575,39 Punkten – damit fehlen nur noch etwa 40 Punkte zum Allzeithoch vom 2. Juni. Der Nasdaq Composite legte auf 26.281,61 Zähler zu und verbuchte ebenfalls ein Wochenplus; der Technologiesektor gewann rund 3 % und liegt im laufenden Jahr nun rund 29 % im Plus. Der Dow Jones dagegen schloss zwar am Freitag bei 52.637,01 Punkten leicht höher, riss aber seine vierwöchige Gewinnserie. Der DAX gab am Freitag um 0,20 % auf 25.067,09 Punkte nach und verlor auf Wochensicht 2,76 % – nachdem er am Montag noch ein Rekordhoch bei 25.900 Punkten erreicht hatte und zwischenzeitlich bis auf 24.830 Zähler zurückgefallen war.
Belastungsfaktor Nummer eins war die Eskalation im Nahen Osten: Die im Juni vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ist faktisch gescheitert. In dieser Woche kam es zu den schwersten gegenseitigen Angriffen seit Unterzeichnung des Abkommens, der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus verlangsamte sich deutlich. Präsident Trump bekräftigte das Ende der Waffenruhe, ließ die Tür für Gespräche aber ausdrücklich offen. Der Ölpreis reagierte prompt und legte auf Wochensicht rund 4 % zu – Brent notierte zum Wochenschluss bei 76,01 US-Dollar, WTI bei 71,41 US-Dollar. Für den energieintensiven deutschen Markt war das der entscheidende Bremsklotz.
Das Highlight an der Wall Street war der Börsengang von SK Hynix: Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller und Nvidia-Zulieferer sammelte mit seinen American Depositary Receipts 26,5 Mrd. US-Dollar ein – der größte Börsengang eines ausländischen Unternehmens in der US-Geschichte. Die Papiere wurden zu 149 US-Dollar zugeteilt und eröffneten bei 170 US-Dollar, ein Plus von über 14 %. Noch stärker lief Meta: Die Aktie legte auf Wochensicht rund 15 % zu – die beste Woche seit Anfang 2024 –, nachdem Berichte auf eine deutlich verbesserte Kostenstruktur im KI-Geschäft hindeuteten. Auch Nvidia gewann am Freitag rund 4 %.
In der kommenden Woche rücken zwei Themen in den Vordergrund: die US-Inflationsdaten (CPI und PPI) und der Start der Berichtssaison. Am Dienstag legen JPMorgan und vier weitere Wall-Street-Größen ihre Zahlen vor, im Halbleitersektor folgen ASML und TSMC. Angesichts der Rekordnähe des S&P 500 und der wieder anziehenden KI-Werte dürfte sich zeigen, ob die Erholung trägt – oder ob „Zinssorgen“ und Nahost-Eskalation die Rally erneut ausbremst.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den DAX.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „rot“. Anleger sind nicht investiert.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
Viel Erfolg beim Investieren!












