Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie wechselt auf Kaufen. Der Bitcoin hat seine stärkste Woche seit über drei Jahren hinter sich.
Markt-Update
Alle großen Indizes schlossen im Minus. Der S&P 500 verlor auf Wochensicht rund 1,4 % auf 7.674,37 Punkte, der Nasdaq Composite gab 2,1 % auf 26.180,45 Zähler ab, der Dow Jones büßte 0,8 % auf 53.277,01 Punkte ein. Damit endet für S&P 500 und Nasdaq eine dreiwöchige Gewinnserie. Der DAX verlor rund 1,2 % auf 26.136 Punkte, konnte am Freitag nach vier Verlusttagen in Folge aber immerhin die Marke von 26.000 Punkten zurückerobern. Der VIX blieb aber vergleichsweise entspannt.
Belastet wurden die Aktienmärkte fast ausschließlich von den Anleiherenditen. Die Rendite dreißigjähriger US-Staatsanleihen erreichte am Dienstag den höchsten Stand seit fast zwanzig Jahren, die Bund-Renditen kletterten auf das höchste Niveau seit 2011. Hintergrund sind die ausufernden Staatsfinanzen – die US-Staatsschulden haben die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten – sowie die wieder gestiegenen Ölpreise, die neue Inflationssorgen wecken. Steigende Langfristzinsen sind Gift für hoch bewertete Technologiewerte: Der IT-Sektor im S&P 500 verlor über die Woche mehr als 3 %, Meta rund 7 %, Infineon hat binnen dreißig Tagen über 18 % abgegeben.
Am Mittwoch griff das US-Finanzministerium ein. Minister Scott Bessent kündigte an, die Rückkäufe langlaufender Staatsanleihen mindestens zu verdoppeln – ein bemerkenswerter Schritt, der die Renditen zunächst deutlich drückte. Die Wirkung hielt allerdings nur einen Tag: Am Donnerstag zogen die Renditen wieder an, dazu kamen enttäuschende Zahlen von Walmart mit dem schwächsten Quartalswachstum seit über sechs Jahren. Erst am Freitag stabilisierte sich die Lage, gestützt von überraschend starken Einkaufsmanagerdaten aus der US-Wirtschaft.
Der eigentliche Gewinner der Intervention war jedoch nicht der Aktienmarkt, sondern Bitcoin. Die Kryptowährung sprang von rund 62.800 Dollar zu Wochenbeginn auf 76.944 Dollar zum Freitagsschluss – ein Wochenplus von 22 % und damit die stärkste Woche seit März 2023. Zwischenzeitlich wurden über 79.000 Dollar erreicht. Die Logik dahinter: Wenn der Staat eingreift, um seine eigenen Anleihen zu stützen, lesen viele Anleger das als eine Form der Geldschöpfung – und genau dagegen soll Bitcoin absichern. Verstärkt wurde die Bewegung durch ein Treffen von Präsident Trump mit Vertretern der Kryptobranche, durch Rekordliquidationen von Leerverkaufspositionen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Dollar und durch Zuflüsse von etwa 1,6 Milliarden Dollar in amerikanische Bitcoin-ETFs binnen vier Handelstagen – die stärkste Woche des Jahres. Auch Gold profitierte und erreichte den höchsten Stand seit Mai, während der Dollar-Index in die Nähe eines Dreimonatstiefs fiel.
Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie hatte erst Anfang August auf Verkaufen gedreht und wechselt nun nach drei Wochen wieder auf Kaufen. Solche Fehlsignale kamen in letzter Zeit häufig vor. Sie sind der Preis, den man bei Trendfolgesystemen in Seitwärts- und Umkehrphasen zahlt – das gilt für Bitcoin mit seiner hohen Schwankungsbreite besonders. Der Vorteil zeigt sich erst wieder in längeren Trendphasen.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den DAX.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „grün“. Anleger halten Aktien/ETFs.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis wechselt auf „grün“. Anleger kaufen Bitcoin-ETF.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
Viel Erfolg beim Investieren!












