Aktuell gibt es keine Änderungen. Bis Donnerstag trieben Inflationsberichte die Kurse auf Rekordstände, am Freitag gaben neue Wirtschaftsberichte negative Signale aus der Realwirtschaft wieder. Unter dem Strich blieb es beim dritten Wochengewinn in Folge – aber die Begründung dafür wird zunehmend unbehaglich.
Erfreulich verlief die Woche für unsere US-Tec-TopX-Strategien: Das Top3-Depot legte um 19,6 % zu, das Top5-Depot um 14,8 %, das breiter gestreute Top10-Depot um 7,7 %. Hauptverantwortlich war SanDisk mit einem Wochenplus von über 35 % – damit hat sich der Speicherhersteller im laufenden Jahr versechsfacht.
Markt-Update
Der S&P 500 schloss bei 7.785,76 Punkten und legte auf Wochensicht rund 0,4 % zu. Am Donnerstag hatte er mit 7.799 Punkten seinen 27. Rekordschluss des Jahres markiert und im Handelsverlauf erstmals die Marke von 7.800 Punkten durchbrochen. Der Nasdaq Composite kam mit 26.729,16 Zählern nur knapp ins Plus, der Dow Jones dagegen verlor auf Wochensicht rund 0,6 % und schloss bei 53.732 Punkten. Der DAX beendete die Woche mit einem Plus von knapp 0,5 % bei 26.440,31 Punkten; sein Rekord vom Mittwoch bei 26.573,50 Zählern blieb dabei außer Reichweite. Der VIX notierte mit 14,25 auf sehr niedrigem Niveau.
Der Treibstoff für die Rekordjagd kam von der Inflationsseite. Die US-Verbraucherpreise stiegen im Juli nur um 0,1 % gegenüber dem Vormonat, die Jahresrate sank den zweiten Monat in Folge auf 3,4 %, die Kernrate liegt bei 2,5 %. Einen Tag später blieben auch die Erzeugerpreise unverändert, statt wie erwartet zu steigen. Der Energieschock des Iran-Krieges verliert damit spürbar an Wirkung.
Am Freitag kippte das Bild. Die US-Einzelhandelsumsätze fielen im Juli um 0,6 % – erwartet worden war ein Plus von 0,1 %, es war der stärkste Rückgang seit über einem Jahr. Kurz darauf sackte der vorläufige Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan auf 51 Punkte ab, deutlich unter der Prognose von 55.
Das ist ein potenziell gefährliches Muster: Vor einer Woche verlor die US-Wirtschaft 23.000 Arbeitsplätze, jetzt bricht der Konsum ein, und die Verbraucherstimmung verschlechtert sich wieder. Die Inflation liegt mit 3,4 % weiterhin über dem Lohnwachstum von 3,2 % – real verlieren die Haushalte also weiter an Kaufkraft. Die Börse feiert die nachlassende Inflation, weil sie Zinserhöhungen unwahrscheinlicher macht. Ein Teil dieser Entspannung kommt allerdings schlicht daher, dass die Nachfrage schwächelt. Das ist nur so lange ein Grund zur Freude, wie die Abkühlung moderat bleibt.
Bemerkenswert ist auch ein Signal vom Anleihemarkt: Während die kurzfristigen Zinserwartungen sinken, zogen die Renditen langlaufender US-Staatsanleihen am Freitag wieder an. Dahinter steht die Sorge, die Fed unter Kevin Warsh könnte die Inflation zu lange laufen lassen. Kurzfristig gute Nachrichten, langfristig Skepsis – das ist selten ein stabiles Fundament.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den DAX.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „grün“. Anleger halten Aktien/ETFs.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis steht auf „rot“. Anleger sind nicht investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
Viel Erfolg beim Investieren!












