Der DAX hat am Freitag ein neues Allzeithoch erreicht. Bei den wöchentlichen Strategien gibt es aktuell keine Änderungen.
Markt-Update
Der DAX stieg am Freitag um 0,77 % auf 26.569,99 Punkte und markierte damit sowohl auf Schlusskurs- als auch auf Intraday-Basis eine neue Bestmarke; im Hoch waren es 26.618,74 Zähler. Auf Wochensicht steht ein Plus von rund 1,7 %. In den USA fiel die Bilanz gemischter aus: Der S&P 500 gewann auf Wochensicht 0,5 % auf 7.711,76 Punkte, der Nasdaq Composite 0,85 % auf 26.402,42 Zähler, der Dow Jones 0,5 % auf 53.559,99 Punkte – für ihn die erste Gewinnwoche seit drei Wochen. Deutlich abgekoppelt hat sich der Nebenwerteindex Russell 2000 mit einem Wochenminus von 1,5 %.
Am Freitag bremste Fed-Chef Kevin Warsh die US-Indizes: Der sprach von einer starken US-Wirtschaft und betonte, das aktuelle Zinsniveau wirke nicht bremsend. Die besseren Inflationszahlen der Sommermonate seien noch kein Beleg für eine echte Trendwende – die Inflation zu senken bleibe seine oberste Priorität. Der Markt preist nun eine Zinserhöhung im September mit etwa 57 % Wahrscheinlichkeit ein – noch vor wenigen Wochen galt das als nahezu ausgeschlossen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,72 %. Für den DAX war die Botschaft von der robusten Konjunktur der stärkere Impuls, angetrieben von BMW mit einem Freitagsplus von 4,5 %; in den USA belastete dagegen die Zinsperspektive vor allem die hoch bewerteten Wachstumswerte.
Nvidia lieferte am Mittwochabend starke Zahlen und einen guten Ausblick und sprang am Donnerstag knapp 9 %. Bemerkenswert ist aber, dass diese Nachricht nicht auf die anderen Aktien der Branche abstrahlte: Der Halbleiter-ETF SMH verlor über die Woche mehr als 3 %. Marvell etwa brach am Freitag über 10 % ein, obwohl das Unternehmen die Erwartungen übertroffen und die Prognose angehoben hatte, Applied Materials verlor auf Wochensicht rund 5 %. Das Muster der vergangenen Monate setzt sich fort: Gute Zahlen allein reichen im Chipsektor nicht mehr, und die Rally wird von immer weniger Titeln getragen.
In der kommenden Woche legt Broadcom am Mittwoch Zahlen vor. Ansonsten beginnt mit dem September traditionell der schwächste Börsenmonat des Jahres – der DAX startet auf Rekordniveau hinein, was die Fallhöhe erhöht. Immerhin entlasten die zuletzt gesunkenen Ölpreise die Inflationsseite etwas.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den DAX.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „grün“. Anleger halten Aktien/ETFs.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis steht auf „grün“. Anleger sind in einen Bitcoin-ETF investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
Viel Erfolg beim Investieren!












