Nach dem heftigen Ausverkauf der Vorwoche haben sich die Märkte spürbar gefangen. Statt einer Fortsetzung der Talfahrt kam es zu einer Stabilisierung – maßgeblich getrieben von der überraschenden Absage neuer US-Angriffe auf den Iran und dem fulminanten Börsendebüt von SpaceX. Die US-Tec-TopX und International-Performance-Kings konnten damit neue Allzeithochs markieren.
Markt-Update
Die US-Indizes drehten auf Wochensicht wieder ins Plus. Der S&P 500 gewann rund 0,7 % und schloss bei 7.431,46 Punkten, der Dow Jones stieg auf 51.202,26 Punkte. Der Nasdaq Composite legte rund 0,7 % auf 25.888,84 Zähler zu, der Nasdaq 100 schloss bei 29.635,95 Punkten. Bemerkenswert ist die Beruhigung an der Volatilitätsfront: Der VIX fiel am Freitag um gut 9 % auf 17,68 und liegt damit wieder klar unter der psychologisch wichtigen 20er-Marke, über die er in der Vorwoche noch gesprungen war. Während die Indizes noch deutlich unter ihren Hochs liegen, konnten die US-Tec-TopX und International-Performance-Kings neue Allzeithochs markieren.
Der Wochenverlauf war allerdings holprig: Zu Wochenbeginn setzte sich der Abverkauf zunächst fort, am Dienstag rutschten die Indizes nochmals deutlich ab, nachdem Präsident Trump neue Angriffe auf den Iran ins Spiel gebracht hatte. Die Wende kam zum Wochenende, als Trump die für Donnerstagabend angekündigten Schläge wieder absagte und ein baldiges Rahmenabkommen in Aussicht stellte. Der Ölpreis gab daraufhin deutlich nach: Brent fiel auf rund 85 US-Dollar.
Das mit Abstand meistbeachtete Ereignis war der Börsengang von SpaceX – der größte IPO der Geschichte. Die Aktie wurde zu 135 US-Dollar ausgegeben, eröffnete bei 150 US-Dollar und schloss am ersten Handelstag mit einem Plus von gut 19 % bei 161,11 US-Dollar. Das Papier wurde umgehend in mehrere MSCI-Indizes aufgenommen. Der Halbleitersektor, das Epizentrum des Vorwochen-Crashs, stabilisierte sich ebenfalls: AMD, Intel und Micron fanden nach dem Broadcom-Schock wieder auf die Gewinnerstraße zurück.
In Europa stand die Zinswende im Mittelpunkt: Die EZB hob am Donnerstag den Leitzins erstmals seit 2023 wieder an – der Einlagensatz stieg um 25 Basispunkte auf 2,25 %. Damit reagiert die Notenbank auf den durch den Iran-Krieg und hohe Energiepreise wieder gestiegenen Inflationsdruck. Der DAX zeigte sich davon wenig beeindruckt und legte am Freitag im Zuge der Friedenshoffnung kräftig um 1,76 % auf 24.635,30 Punkte zu. Auf Wochensicht blieb dennoch ein kleines Minus von rund 0,5 %, da der DAX zu Wochenbeginn deutlicher abgegeben hatte. Die deutsche Inflation sank derweil im Mai auf 2,7 %.
Nächste Woche wird die Sitzung der US-Notenbank Fed unter ihrem neuen Vorsitzenden Warsh spannend, sowie die Frage, ob das angekündigte Iran-Rahmenabkommen tatsächlich unterzeichnet wird. Es bleibt offen, ob die Rallye weitergeht, oder es doch zu einer größeren Korrektur kommt.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den DAX.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „grün“. Anleger sind in in Aktien/ETFs investiert.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis steht auf „rot“. Anleger sind nicht investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet nun auch auf „rot“.
Viel Erfolg beim Investieren!












