Vergangene Woche zeichnete sich durch vielbeachtete Äußerungen des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh zur künftigen Zinsentwicklung sowie durch die Unterzeichnung des US-Iran-Rahmenabkommens aus. Und während die großen Indizes nach dem Auf und Ab unterm Strich moderat zulegten, zeigt sich einmal mehr die Stärke einer fokussierten Strategie: Unsere US-Tec-Top5 liegt im laufenden Jahr 2026 bereits bei einem Plus von rund 215 % – während der Nasdaq 100 im selben Zeitraum auf rund 20 % kommt. Auch die Germany-Top5 überzeugt mit rund 42 % seit Jahresbeginn und lässt damit den DAX, der es 2026 bislang auf etwa 2 % bringt, weit hinter sich.
Markt-Update
Die US-Indizes schlossen die verkürzte Woche im Plus. Der S&P 500 gewann auf Wochensicht rund 0,9 % und beendete den Handel am Donnerstag bei 7.500,58 Punkten, der Nasdaq Composite legte rund 2,4 % auf 26.517,93 Zähler zu, der Dow Jones notierte bei 51.564,70 Punkten. Der DAX kletterte am Donnerstag erstmals seit Anfang Juni wieder über die 25.000er-Marke, gab am Verfallstag-Freitag aber leicht um 0,16 % auf 24.985,82 Punkte nach – woraus auf Wochensicht dennoch ein Plus von knapp anderthalb Prozent resultierte. Der VIX notierte mit 16,78 weiterhin entspannt.
Der Wochenverlauf war dabei alles andere als ruhig. Am Mittwoch sorgte die erste Sitzung von Kevin Warsh an der Spitze der US-Notenbank für einen Dämpfer: Die Fed beließ den Leitzins zwar wie erwartet unverändert bei 3,50 bis 3,75 %, schlug aber einen deutlich restriktiveren Ton an. Im sogenannten Dot-Plot signalisierten neun von achtzehn Notenbankern mindestens eine Zinserhöhung bis Ende 2026 – jede Andeutung einer geldpolitischen Lockerung war verschwunden. Die Märkte reagierten prompt: Der S&P 500 erlebte seinen schwächsten „Fed-Tag“ unter einem neuen Notenbankchef seit 1994.
Am Donnerstag drehte die Stimmung dann ins Positive. Zwei Nachrichten gaben den Ton an: Zum einen unterzeichneten US-Präsident Trump und der iranische Präsident Pezeshkian in Versailles ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges, das die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsieht – der Ölpreis fiel daraufhin deutlich, Brent notierte unter 80 US-Dollar. Zum anderen kündigte Trump an, dass Intel künftig gemeinsam mit Apple Chips in den USA fertigen werde. Die Intel-Aktie schoss daraufhin um über 10 % nach oben und zog den gesamten Halbleitersektor mit – ausgerechnet jenes Segment, das den Crash Anfang Juni ausgelöst hatte.
Angesichts der Tatsache, dass das Iran-Abkommen schon wenige Tage später wieder auf wackeligen Beinen steht – Irans Militär erklärte die Straße von Hormus am Samstag erneut für geschlossen, während die USA das bestreiten und auf weiter fließenden Schiffsverkehr verweisen –, wird die kommende Woche vermutlich erneut von Volatilität geprägt sein.
Aktueller Stand: Aktive Wochen-Strategien
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den DAX steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den DAX.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den S&P 500 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den S&P 500.
- Die 200-Tage-Strategie (40-Wochen-Strategie) auf den Nasdaq 100 steht auf „grün“. Anleger halten einen ETF auf den Nasdaq 100.
- Das Investodoc-Trendbarometer steht auf „grün“. Anleger sind in in Aktien/ETFs investiert.
- Die 16-Wochen-Strategie steht auf „rot“. Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Die Bitcoin-Trendfolge-Strategie auf Wochenbasis steht auf „rot“. Anleger sind nicht investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Monatsbasis steht auf „rot“ – Anleger sind in Staatsanleihen investiert.
- Der Gebert-Indikator auf Wochenbasis steht laut Solactive Factsheet nun auch auf „rot“.
Viel Erfolg beim Investieren!












